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Es war einmal...

... König Jerome, der nach Vorbild der Schlammbäder, wie sie die französischen Soldaten in Ägypten kennengelernt und zu Hause schon praktiziert hatten, damit begann, den Schlamm in Bad Nenndorf als Heilmittel zu nutzen.
Er ließ ein Schlammbadehaus bauen und eröffnete es 1809. Aber sein persönlicher Einsatz für das damalige Bäderwesen war nur von kurzer Dauer. Er hatte sich nämlich von seinem Bruder, einem gewissen Napoleon Bonaparte, überreden lassen, mit seinen Truppen 1813 an der Völkerschlacht zu Leipzig teilzunehmen. Wie man aus der Geschichte weiß, hatten sie dort ordentlich Prügel einstecken müssen. Jerome und seine Soldaten mussten fliehen, doch den Grundstein für das Moorheilbad Bad Nenndorf war gelegt.

Anfangs wurde das Moor noch aus der näheren Umgebung in unmittelbarer Nachbarschaft der Schwefelquellen gewonnen. Das hat ihm wegen des Schwefelgeruchs den Namen „Düvelsdreck“ eingebracht. Nachdem diese Vorkommen erschöpft waren, nutzte man Torfvorkommen auch aus dem weiteren Umland, z. B. aus Eimbeckhausen oder Kohlenfeld.
Heute wird Torf zu Badezwecken in einem Flachmoorgebiet im Hagenburger Moor, ca. 12 km nordwestlich von Bad Nenndorf, gewonnen.